Klimaschutz durch Partizipation - der Klimarat und das Klimaparlament am Max-Windmüller-Gymnasium
Max-Windmüller-Gymnasium
Weiterführende Schule in Emden
Darum geht es in unserem Projekt
Das Max-Windmüller-Gymnasium in Emden verfolgt seit 2018 mit Klimarat und Klimaparlament einen innovativen Whole-School-Approach für Klimaschutz und nachhaltige Schulentwicklung. In den Gremien sind gewählte Vertreter aller Klassen und Jahrgänge vertreten, die nicht nur beraten, sondern Ideen entwickeln, Berechnungen erstellen, Entscheidungen treffen und ihre Projekte gegenüber Politik, Verwaltung und Wirtschaft vertreten.
Ausgangspunkt war die Herausforderung, die gesamte Schulgemeinschaft aktiv in den Klimaschutz einzubinden. Dafür wurden zwei demokratisch gewählte Schülergremien geschaffen, die Klimaschutzmaßnahmen entwickeln, deren Nutzen und Wirtschaftlichkeit prüfen und die Umsetzung begleiten.
Ziel ist es, den Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen der Schule dauerhaft zu senken und nachhaltige Veränderungen in Schule und Kommune anzustoßen. Die Zielgruppe umfasst die gesamte Schulgemeinschaft sowie kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger.
Zu den wichtigsten Erfolgen zählen die Einführung energieeffizienter Händetrockner, die inzwischen nahezu an allen Emder Schulen eingesetzt werden, sowie die Photovoltaik-Offensive „Watt aufs Dach“. Dadurch entstand die erste PV-Anlage auf einem öffentlichen Gebäude in Emden - ein Vorbild für weitere Schulen. 2022 gehörte das Max-Windmüller-Gymnasium zu den ersten klimaneutralen Schulen Niedersachsens.
Aktuell arbeitet der Klimarat am Projekt „Dekarbonisierung des Wärmenetzes“. Ziel ist die klimaneutrale Wärmeversorgung der Schule und weiterer öffentlicher Gebäude. Darüber hinaus engagiert sich der Klimarat für nachhaltige Mobilität, unter anderem im Rahmen des Projekts „Bike to School“.
Innovativ ist insbesondere die konsequente Mitbestimmung der Jugendlichen. Sie entwickeln nicht nur Vorschläge, sondern berechnen Einsparpotenziale, führen Gespräche mit Entscheidungsträgern und begleiten Projekte oft über Jahre hinweg. Die größte Herausforderung besteht dabei in der langfristigen Begleitung politischer und administrativer Prozesse.
Zukünftig stehen die weitere Reduktion von CO₂-Emissionen sowie die Umsetzung des Wärmenetz-Projekts im Mittelpunkt. Gleichzeitig hat das Modell von Klimarat und Klimaparlament zahlreiche Schulen im In- und Ausland inspiriert. Die Verbreitung und Weiterentwicklung dieses Beteiligungsmodells ist daher zu einem wichtigen Bestandteil des Projekts geworden.
Testimonials
Das Beispiel des Max-Windmüller-Gymnasiums zeigt, was aus dem Einsatz für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung entstehen kann. Mit dem Klimaparlament wurde die Partizipation und Gestaltungskraft von Kindern und Jugendlichen wirksam vor Ort gestärkt – und zugleich ein beispielhaftes Modell an der Emder UNESCO-Projektschule entwickelt und verankert, das auch bundesweit und international ausstrahlt. Vom Climate Action Project der UNESCO bis zur BNE-Empfehlung der KMK – das Klimaparlament des Max macht einen Unterschied!
Klaus Schilling
Bundeskoordinator der UNESCO-Projektschulen
Weiterführende Informationen zum Projekt
Unser Standort
Einblicke
3. Klimarat, 2026 5. Schools For Earth 6. Watt aufs Dach mit Stadtbaurätin 7. Bike To School, 2025 8. Bike To School, 2025 9. Energiesparmeister Ehrung Berlin, 2024 10. Neue Vorsitzende Carlotta und Riemke, 2025 11. Symposium Graßl, 2025