Eltern lernen von ihren Kindern – Strafzettel gegen Elterntaxi

Grundschule am Fleth
Grundschule in Stade-Bützfleth

Darum geht es in unserem Projekt

An der Grundschule am Fleth gibt es in unmittelbarer Nähe mehrere Hol- und Bringzonen, die wenig genutzt wurden. Täglich bildete sich zu Unterrichtsbeginn sowie -ende ein unübersichtliches, gefährliches Verkehrschaos vor der Schule.

Im Rahmen unserer BNE-Projektgruppe "TAFF" (= Tatendrang am Forschungsfreitag) forschte eine Kleingruppe von fünf Schüler*innen zum Thema CO²-Verbrauch und Autoabgase. Sie wünschten sich weniger Verkehr und erfuhren, dass kurze Wege auch gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen sind. Ganz konkret stellten sie fest, dass viele Eltern ihre Kinder den kurzen Weg zur Schule mit dem Auto bringen. Durch das Parken der Fahrzeuge direkt vor der Schule kam es immer wieder zu gefährlichen Situationen für die Schüler:innen.

So erstellten die Kinder „Strafzettel“ am Computer und verteilten sie nach Unterrichtsschluss an die Elterntaxen. Entweder wurden die roten Zettel unter den Scheibenwischer geklemmt oder den Fahrerinnen und Fahrern direkt in die Hand gegeben. Nicht alle Eltern reagierten positiv darauf; eine Person las den Straffzettel, zerknüllte ihn und warf ihn den Kindern aus dem Autofenster vor die Füße.

Außerdem gingen die Schüler:innen auf unserem großen Schulfest herum und fragten die Familien, wie sie dorthin gekommen seien. Viele, die mit dem Auto gefahren waren, reagierten mit schlechtem Gewissen und verteidigten sich dafür. Sie erhielten einen „Denkzettel“.

Fazit: Ein Teil der Familien konnte sensibilisiert werden. Hol- und Bringzonen wurden wieder vermehrt genutzt und einige Kinder wurden motiviert, den Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Durch diese Aktion haben Eltern von ihren Kindern gelernt. Wer möchte schon gern einen Strafzettel kassieren?

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