Antidiskriminierungsgang - Entwicklung einer Peer-AG
IGS Flötenteich
Weiterführende Schule in Oldenburg
Darum geht es in unserem Projekt
Die Antidiskriminierungsgang der IGS Flötenteich in Oldenburg ist eine Gruppe engagierter Schüler:innen, die sich aktiv für Vielfalt, Chancengerechtigkeit und ein diskriminierungsfreies Miteinander einsetzen. Die Schüler:innen gestalten das Projekt nicht nur als Teilnehmende, sondern übernehmen Verantwortung in Planung, Umsetzung und Entscheidungsprozessen. Sie entwickeln eigene Ideen, planen Workshops mit und setzen Aktionen eigenständig um.
Ausgangspunkt unseres Projekts war eine Initiative von Schüler:innen nach dem Tod von Lorenz. Das Ereignis hat viele junge Menschen an unserer Schule tief bewegt und Fragen nach Diskriminierung, Rassismus, gesellschaftlicher Ungleichheit und Zivilcourage sehr konkret werden lassen. Aus dem Wunsch heraus, nicht ohnmächtig zu bleiben, sondern selbst aktiv etwas zu verändern, entstand unsere Gruppe.
Wir treffen uns regelmäßig über das Schuljahr hinweg und arbeiten mit Unterstützung von Lehrkräften an konkreten Projekten. Ziel ist es, Mitschüler:innen zu empowern, Diskriminierung sichtbar zu machen und eine Schulkultur zu fördern, in der Vielfalt selbstverständlich wertgeschätzt wird. Unsere Zielgruppe sind vor allem Schüler:innen unserer Schule – besonders diejenigen, die Ausgrenzung oder fehlende Teilhabe erleben.
Innovativ ist unser Peer-to-Peer-Ansatz: Jugendliche übernehmen Verantwortung und schaffen Begegnungsräume auf Augenhöhe. Statt klassischer Belehrung setzen wir auf Austausch, Empowerment und konkrete Aktionen. Das macht unsere Arbeit glaubwürdig und nahbar.
Eine Herausforderung war es, in einer freiwilligen Gruppe Verbindlichkeit zu schaffen und gleichzeitig unterschiedliche Lebensrealitäten zu berücksichtigen. Auch der sensible Umgang mit gesellschaftlich belastenden Themen fordert uns heraus.
Unser Projekt ist langfristig angelegt. Die Antidiskriminierungsgang soll dauerhaft als aktive Peer-Gruppe bestehen bleiben und Schulentwicklungsprozesse mitgestalten. Schon jetzt stärkt sie die Sichtbarkeit von Vielfalt, demokratischer Mitbestimmung und solidarischem Handeln im Schulalltag. Unser Ziel ist eine Schule, in der Schüler:innen Verantwortung übernehmen, sich gegenseitig stärken und aktiv für ein gerechteres Miteinander eintreten. Am 1.6. stellen wir unser Projekt im Landtag in Hannover im Workshop Nr. 6 vor. https://www.fraktion.gruene-niedersachsen.de/anmeldung-diskriminierungsfreie-bildung