Analyse und Bewertung der Nutzung von Holzverschnitt als Brennstoff unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten unter Einbezug von den R-Strategien

Berufsbildende Schulen am Museumsdorf
Berufsbildende Schule in Cloppenburg

Darum geht es in unserem Projekt

Die Projektarbeit wurde im Rahmen der Weiterbildung zur IHK-Fachkraft für Nachhaltigkeitsmanagement von Evelyn Eistrach zusammen mit der BBS am Museumsdorf in Cloppenburg durchgeführt. Die Teilnehmende arbeitete eigenständig an Planung, Datenerhebung, Analyse und Bewertung der Ergebnisse und setzte dabei theoretische Inhalte praxisnah um.

Ausgangspunkt der Projektarbeit war die Frage, wie der bei der Wintermann GmbH (Treppenbau) anfallender Holzverschnitt nachhaltiger genutzt werden kann. Der Betrieb verwertet die Holzreste bislang vollständig energetisch als Brennstoff im Sinne der R-Strategie Recover (R9). Ziel war es zu untersuchen, ob alternative oder ergänzende Nutzungsmöglichkeiten ökologisch, ökonomisch und sozial sinnvoller wären.

Die Projektarbeit richtet sich an Unternehmen der Holzverarbeitung sowie an Fachkräfte im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement. Sie zeigt, wie Ressourceneffizienz gesteigert und Nachhaltigkeit stärker in betriebliche Prozesse integriert werden kann.

Das Projekt wurde innerhalb von zwei Monaten umgesetzt. Genutzt wurden Betriebsdaten, Gespräche mit Mitarbeitenden, Werkstattbegehungen sowie Fachliteratur zu Nachhaltigkeit und R-Strategien.

Im Verlauf der Arbeit wurde zunächst der aktuelle Umgang mit Holzverschnitt sowie Mengen und Nutzung analysiert. Anschließend erfolgte ein Vergleich der energetischen Nutzung mit möglichen stofflichen Alternativen wie Wiederverwendung oder Recycling. Dabei wurden ökologische, ökonomische und soziale Aspekte bewertet.

Innovativ an der Projektarbeit ist die Verbindung von betrieblicher Praxis mit den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und den R-Strategien. Der Holzverschnitt wurde nicht nur als Brennstoff betrachtet, sondern als potenzielle Ressource für weitere Nutzungsformen.

Eine Herausforderung bestand darin, dass keine exakten Mengen- und Kostendaten vorlagen und teilweise mit Schätzungen gearbeitet werden musste. Zudem erschwerten unterschiedliche Materialqualitäten eine genaue Bewertung möglicher Alternativen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die aktuelle Nutzung wirtschaftlich sinnvoll und bereits nachhaltig ist. Gleichzeitig bestehen Potenziale durch bessere Sortierung und stoffliche Weiterverwendung hochwertiger Holzreste. Die Projektarbeit kann als Grundlage für weitere Nachhaltigkeitsmaßnahmen und zukünftige Optimierungsprojekte im Unternehmen dienen.

Testimonials

  • Holz endet nicht - es lebt und verändert sich weiter.

    Dabei verändert sich die Form, jedoch bleibt der gespeicherte CO²-Gehalt. bestehen. Aus diesem Grund sollte Holz möglichst lange weiterverwendet werden, bevor es energetisch verwertet wird.

    Evelyn Eistrach

    Projektleitung, Datenerhebung und Analyse

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Einblicke

Recycling und Abfallvermeidung