Alte Rä­der, neue Wege – Kreis­lauf statt Kon­sum

IGS Ma­ri­en­ha­fe-Moor­husen
Wei­ter­füh­ren­de Schu­le

Dar­um geht es in un­se­rem Pro­jekt

Un­ser Wahl­pflicht­kurs Fahr­rad­werk­statt (16 Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus Jahr­gang 9 und 10) setzt sich seit meh­re­ren Jah­ren ak­tiv für Nach­hal­tig­keit, Res­sour­cen­scho­nung und so­zia­les En­ga­ge­ment ein.
Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler bil­den das zen­tra­le Pro­jekt­team und über­neh­men Ver­ant­wor­tung für Pla­nung, Or­ga­ni­sa­ti­on und prak­ti­sche Um­set­zung. Sie sam­meln alte oder de­fek­te Fahr­rä­der aus der Schul­ge­mein­schaft, dem Kol­le­gi­um und der Ge­mein­de. Nicht mehr voll­stän­dig nutz­ba­re Rä­der wer­den fach­ge­recht zer­legt, um ver­wert­ba­re Ein­zel­tei­le zu si­chern. Aus die­sen Kom­po­nen­ten ent­ste­hen neue, funk­ti­ons­tüch­ti­ge Fahr­rä­der, die an­schlie­ßend für ge­mein­nüt­zi­ge Zwe­cke wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Zu­sätz­lich re­pa­rie­ren die Ler­nen­den Fahr­rä­der von Mit­schü­le­rin­nen und Mit­schü­lern so­wie schul­ei­ge­ne Mo­fas, die in der Mofa-AG ein­ge­setzt wer­den. Da­durch wer­den Res­sour­cen ge­schont und zu­gleich Werk­statt­kos­ten ein­ge­spart. Das Pro­jekt läuft kon­ti­nu­ier­lich im Rah­men des Wahl­pflicht­un­ter­richts und ver­bin­det prak­ti­sches Ler­nen mit ge­sell­schaft­li­cher Ver­ant­wor­tung. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler er­wer­ben hand­werk­li­che Fä­hig­kei­ten, ent­wi­ckeln Pro­blem­lö­se­stra­te­gien und er­le­ben un­mit­tel­bar, wie nach­hal­ti­ges Han­deln wirkt. Sie ent­schei­den ge­mein­sam über Ar­beits­ab­läu­fe, Ma­te­ri­al­nut­zung und die Wei­ter­ga­be der Fahr­rä­der und ge­stal­ten das Pro­jekt da­mit ak­tiv mit. In­no­va­tiv ist vor al­lem die Ver­bin­dung von Kreis­lauf­wirt­schaft, so­zia­lem En­ga­ge­ment und schu­li­schem Ler­nen in ei­nem dau­er­haft eta­blier­ten Pra­xis­pro­jekt. Aus ver­meint­li­chem Ab­fall ent­ste­hen neue Wer­te – für Men­schen, für die Schu­le und für die Um­welt. Her­aus­for­de­run­gen wie un­ter­schied­li­che tech­ni­sche Zu­stän­de der Fahr­rä­der oder feh­len­de Er­satz­tei­le för­dern da­bei Krea­ti­vi­tät, Team­ar­beit und Aus­dau­er. Lang­fris­tig stärkt die Fahr­rad­werk­statt das Nach­hal­tig­keits­be­wusst­sein der ge­sam­ten Schul­ge­mein­schaft. Sie zeigt, dass Re­pa­rie­ren eine ech­te Al­ter­na­ti­ve zum Neu­kauf ist, und stößt wei­te­re nach­hal­ti­ge Ent­wick­lungs­pro­zes­se an. Un­ser Ziel ist es, noch mehr Fahr­rä­der vor der Ent­sor­gung zu ret­ten, Ko­ope­ra­tio­nen aus­zu­bau­en und nach­hal­ti­ges Han­deln dau­er­haft im Schul­all­tag zu ver­an­kern.

Tes­ti­mo­ni­als

  • Viel Öl an den Hän­den, we­nig Ah­nung am An­fang – aber am Ende lie­fen plötz­lich Fahr­rä­der (und manch­mal so­gar Mo­peds). Zwi­schen­durch gab’s ver­lo­re­ne Schrau­ben und den le­gen­dä­ren Satz: „Das war vor­her schon ka­putt!“

    Schülerin

    Schülerin

Wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen zu dem Pro­jekt

Ein­bli­cke

Nachhaltige Mobilität
Recycling und Abfallvermeidung