Tell me (why) – Thea­ter für Viel­falt, Ver­ant­wor­tung und Zu­kunft

Ju­li­us-Spie­gel­berg-Gym­na­si­um
Wei­ter­füh­ren­de Schu­le in Ve­chel­de

Dar­um geht es in un­se­rem Pro­jekt

Mit dem Pro­jekt „Tell me (why)“ be­wirbt sich die Thea­ter­grup­pe „Das Di­ver­si­ty Dra­ma“ des Ju­li­us-Spie­gel­berg-Gym­na­si­ums Ve­chel­de. Die Grup­pe be­steht aus 25 Schü­ler:in­nen (S:) der Jahr­gän­ge 6 bis 13 und wird von vier Lehr­kräf­ten un­ter­schied­li­cher Fach­rich­tun­gen be­glei­tet. Un­ser Pro­jekt ord­net sich be­son­ders der Ka­te­go­rie So­cial Re­spon­si­bi­li­ty zu, denn es fragt, wie eine zu­kunfts­fä­hi­ge, ge­rech­te und ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te (Schul-) Ge­mein­schaft aus­se­hen kann.

Aus­gangs­punkt war das Jah­res­the­ma „Viel­falt“ des Schul­thea­ter der Län­der 2025 in Nie­der­sach­sen. Die S: er­kann­ten, dass Viel­falt im Schul­all­tag zwar häu­fig sicht­bar be­nannt wird, etwa durch Schil­der, La­bels, Sym­bo­le oder Pro­jek­te, aber nicht au­to­ma­tisch be­deu­tet, dass alle Men­schen ge­se­hen, be­tei­ligt und ge­schützt wer­den. Dar­aus ent­stand der Wunsch, ein Thea­ter­stück zu ent­wi­ckeln, das Viel­falt nicht ein­fach fei­ert, son­dern kri­tisch fragt: Wer wird ge­hört? Wer darf mit­ge­stal­ten? Wel­che Ver­ant­wor­tung tra­gen wir für­ein­an­der?

Das Be­son­de­re liegt im kon­se­quent par­ti­zi­pa­ti­ven Ar­beits­pro­zess: Die S: ent­wi­ckel­ten das Stück nicht nach ei­ner fer­ti­gen Vor­la­ge, son­dern brach­ten ei­ge­ne Fra­gen ein, re­cher­chier­ten, dis­ku­tier­ten, ent­schie­den und ge­stal­te­ten selbst. Da­bei setz­ten sie sich mit Pri­vi­le­gi­en, Dis­kri­mi­nie­rung, kul­tu­rel­ler An­eig­nung, Ras­sis­mus, An­ti­se­mi­tis­mus, Mi­so­gy­nie und Schein­viel­falt aus­ein­an­der. Re­gio­na­le Schlag­zei­len aus Braun­schweig und Pei­ne so­wie ei­ge­ne Be­ob­ach­tun­gen flos­sen in die Sze­n­en­ent­wick­lung ein. In frei­wil­li­gen Pro­ben, ei­ner drei­tä­gi­gen Pro­ben­fahrt und in­ten­si­ven Ar­beits­pha­sen ent­stan­den Tex­te, Cho­reo­gra­fien, Bil­der und per­for­ma­ti­ve Ele­men­te. Die Lehr­kräf­te be­glei­te­ten den Pro­zess, ga­ben Im­pul­se und un­ter­stütz­ten ei­nen ver­ant­wor­tungs­vol­len Um­gang mit sen­si­blen The­men.

Im Juni 2026 wird das Stück im Rah­men der Braun­schwei­ger und Pei­ner Schul­thea­ter­wo­che auf­ge­führt und da­mit über die Schu­le hin­aus sicht­bar. Be­glei­ten­de Aus­tausch­for­ma­te sind an­ge­dacht, um mit S:, Lehr­kräf­ten, El­tern und Gäs­ten über Ver­ant­wor­tung, Zu­ge­hö­rig­keit und re­spekt­vol­les Mit­ein­an­der ins Ge­spräch zu kom­men. Er­fah­run­gen und Im­pul­se aus dem Pro­jekt kön­nen in Un­ter­richt, AG-Ar­beit und schul­wei­te Ak­tio­nen ein­flie­ßen. Per­spek­ti­visch soll ge­prüft wer­den, wie „Das Di­ver­si­ty Dra­ma“ wei­ter­ar­bei­ten und ge­sell­schaft­li­che Zu­kunfts­fra­gen künst­le­risch auf­grei­fen kann.

Tes­ti­mo­ni­als

  • Wir wol­len kein Viel­falts­thea­ter. Es gibt noch nichts zu fei­ern.

    Schüler:in der Theatergruppe "Das Diversiy Drama"

Wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen zum Pro­jekt

Un­ser Stand­ort

Ein­bli­cke