Mitentscheiden. Mitmachen. Mobilität verändern!
Johann-Peter-Eckermann-Realschule
Weiterführende Schule
Darum geht es in unserem Projekt
Das Projekt „Radservice für alle“ wurde von Schülerinnen und Schülern des Wahlpflichtkurses „Mobilität“ (Jg. 8) der Eckermann-Realschule im Rahmen des Programms „bike to school, wie cool“ entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler waren nicht nur beteiligt, sondern haben das Projekt eigenständig initiiert, geplant und bis zur Umsetzung begleitet – von der Problemdefinition bis zur politischen Entscheidung.
Ausgangspunkt war ein konkretes Alltagsproblem: Viele Fahrräder sind im Schul- und Freizeitalltag nicht einsatzbereit, weil kleine Defekte nicht direkt behoben werden können. Gleichzeitig fehlt es Jugendlichen oft an Möglichkeiten, ihre Perspektiven in kommunale Entscheidungsprozesse einzubringen. Genau hier setzt das Projekt an: Es verbindet nachhaltige Mobilität mit gelebter Demokratiebildung.
Die Schüler führten zunächst eine schulintern organisierte Befragung zu häufig genutzten Fahrradwegen durch. Darauf aufbauend entwickelten sie erste Standortvorschläge für öffentlich zugängliche Radservice-Stationen. In einem Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung wurden Kriterien für geeignete Standorte erarbeitet. Anschließend organisierten die Jugendlichen eine öffentliche Online-Umfrage mit über 1.100 Teilnehmenden sowie ergänzende Befragungen in der Innenstadt. Die Ergebnisse wurden eigenständig ausgewertet und durch eine Schülerdelegation im zuständigen Ausschuss der Stadt Winsen vorgestellt.
Das Innovative an dem Projekt ist die konsequente Umsetzung von Jugendbeteiligung: Schülerinnen und Schüler gestalten aktiv ihre Stadt mit und bringen ihre Perspektiven in reale Entscheidungsprozesse ein. Sie erleben Selbstwirksamkeit und übernehmen Verantwortung – zentrale Elemente einer lebendigen Demokratie.
Eine Herausforderung bestand darin, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und die eigene Idee überzeugend gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu vertreten. Gleichzeitig erforderte der Prozess Ausdauer und Dialogbereitschaft.
Das Projekt zeigt bereits konkrete Wirkung: Die Umsetzung der Radservice-Stationen ist beschlossen und realisiert. Besonders bemerkenswert ist die Geschwindigkeit des Prozesses: Von der Workshopphase bis zur Umsetzung vergingen nur rund drei Monate. Diese zeitnahe Umsetzung macht Beteiligung für junge Menschen unmittelbar erlebbar und ist ein entscheidender Faktor für erfolgreiche Demokratiebildung.
Testimonials
„Wenn junge Menschen ihre Stadt mitgestalten und ernst genommen werden, dann entsteht echte Demokratie – nicht nur im Unterricht, sondern im Alltag.“
Hannes Heuser, 14 Jahre
Schüler des WPKs "Mobilität"